Wirbelblockierung. Was ist das eigentlich?

Ursachen

Bei einer Wirbelblockade kommt es zu einer Bewegungssperre im Wirbelsäulenbereich. Man kann das mit einer verkanteten Schublade aus einem älteren Schrank vergleichen, die sich durch das Verkanten nur noch schwer öffnen und schließen lässt. 

Die Ursachen können recht unterschiedlich sein. Häufig sind Überlastungen (z.B. schweres Tragen oder einseitige Belastungen) ODER Belastungen unter ungünstigen Winkelwirkung (z.B. über die Seite etwas Heben) der Grund.

 

Weitere Ursachen können Segmentinstabilitäten sein, wo die Kapselbandführung der kleinen Wirbelgelenke so locker sind, das selbst bei einfachen Alltagssituationen eine Wirbelblockade ausgelöst werden kann ODER im seltenen Fall eine craniomandibuläre Dysfunktion, was eine Fehlregulation der Muskel- oder Gelenkfunktion des Kiefers ist. 

 

Symptome

Die Palette der Beschwerden ist breit angelegt. Das kann vom leichten Ziehen bei bestimmten Bewegungen (,die man meistens nicht all zu erst nimmt) – bis hin zu stärksten Schmerzen (,die kaum noch mit Schmerzmitteln behoben werden können) reichen. Meistens folgt aus der Wirbelblockade eine Zunahme der örtlichen Muskelspannung, was zu einem weiteren „Verkeilen" und stärkeren Schmerzen führt. Unbehandelt kann man sich auf diesem Weg in einen schmerzhaften „Teufelskreis" manövrieren.

Mögliche Probleme bei Wirbelblockaden

~ im Halswirbelsäulenbereich

  • Kopfschmerzen
  • Schwindel
  • Ohr- oder Halsschmerzen
  • Steifes Genick
  • Schulter-Arm-Beschwerden

 

~ im Brustwirbelbereich

  • Atembeschwerden, bronchiale Infekte
  • Tennisarm
  • Magenbeschwerden
  • Nierenprobleme

 

~ im Lendenwirbelbereich / Becken

  • Darmprobleme wie Verstopfung u.a.
  • Blasenleiden
  • Knieschmerzen
  • Ischias, Hexenschuss
  • Beschwerden im Hüft- oder Fußbereich

Therapie

Als Erstes sollte natürlich versucht werden die vorhandene Blockierung zu lösen. Von der Qualifikation des Behandelnden abhängig, geschieht dies mit mehr oder weniger viel Gewalt.

Wird dieses Verfahren unkritisch und häufig eingesetzt, kommt es über kurz oder lang zu Instabilitäten. Das hat zur Folge, dass die Blockierung immer leichter zu lösen ist, aber auch immer schneller wieder auftritt. Für diese Form der Behandlung gibt es die Bezeichnung „Drehtürmechanismus“.

Weniger mit mechanischer Gewalt verbunden sind die Methoden der Manuellen Medizin, eine Behandlungsart der Physiotherapie. Mit feinfühligen Weichteiltechniken wird das umliegende Schmerzgebiet behandelt und die Blockade langsam gelöst.

Akupunktur kann hilfreich sein, um zunächst die örtlichen Schmerzen zu dämpfen und den Stau auszuleiten.

Eine sanfte Behandlung stellt auch die Wirbelsäulentherapie nach Dorn dar. Hier wird nicht nur die vorhandene schmerzende Wirbelblockierung behandelt, sondern der gesamte Körper. 

Im Vordergrund der Behandlung sollte immer die Erforschung und Beseitigung der Ursache stehen.

Ein begleitendes Hausübungsprogramm und ein folgendes Stabilitätstraining sind unabdinglich um einen langanhaltenden Therapieerfolg zu garantieren.